Unsere Rettungshunde sind als Flächensuchhunde und Trümmersuchhunde ausgebildet nach den Richtlinien der BRH.

Zeitungsartikel:

Professionelle Führung ist entscheidend

Bericht aus dem Rheinthaler von Bea Sutter - 17.03.2014

 

Der Labrador Othello wird von seiner Chefin, der Hundeführerin Silvia Hölzler, gelobt, weil er eine gesuchte Person gefunden hat. Christine Perret spielte die Rolle der Vermissten. Die Offiziere und Unteroffiziere des Rheintalischen Feuerwehrverbandes waren beeindruckt von der Arbeit der Hundesuchstaffel Dogswork.
(Bild: Bea Sutter)

 

Am Samstag führte der Rheintalische Feuerwehrverband einen Kadertag in Rüthi durch. Rund 100 Offiziere und Unteroffiziere absolvierten eine Weiterbildung mit dem Schwerpunkt Waldbrand, Suchhundestaffel und richtiges Führen.

 

Gegen 100 Offiziere und Unteroffiziere der Feuerwehren Rema (Rebstein-Marbach), Altstätten-Eichberg, Oberriet und Rüthi-Lienz nahmen am Samstag am Kadertag in Rüthi teil. Walter Seglias, technischer Leiter, wies auf die Bedeutung eines solchen Kadertages hin: Es ist wichtig, dass die Offiziere und Unteroffiziere befähigt sind , die Mannschaft effizient und professionell zu führen. Darum werden von Seiten des Rheintalischen Feuerwehrverbandes grosser Wert auf solche Weiterbildungen und Wiederholungskurse gelegt. Im Ernstfall muss von den Führungskräften einerseits die Situation richtig eingeschätzt werden, und andrerseits müssen die Anweisungen und Kommandos an die Mannschaft prägnant erteilt werden. Wenn jede Minute zählt, muss jedes Detail bei einem Einsatz stimmen.

 

Einsatz der richtigen Mittel

Um genau diesen hohen Anforderungen gewachsen zu sein, müssen Kaderleute über alle möglichen Ereignisse Bescheid wissen. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einsatz der richtigen Mittel. Das Programm des Kadertages beinhaltet als Hauptthemen Waldbrand und Suchhundestaffel. Zum Thema Waldbrand referierte Hansruedi Roth, Feuerwehr Inspektor des Kanton Graubünden. Die grösste Probleme bei einem Waldbrand seien die Grösse des Gebietes und das unwegsame Gelände. Wie effizient dabei mit Helikoptern gearbeitet wird, das kam beim Referat von hansruedi Roth bestens zum Ausdruck. Wann setzt man die Suchhunde ein? Auch auf diese Frage erhielten die Teilnehmer umfassend Antworten.

 

Effizient. Suchhunde

Marcel Krauer beeindruckte mit seinen Schilderungen: Erstaunlich, was Suchhunde alles leisten und können. Ein Hund kann 35000 Quadratmeter in 20 Minuten absuchen und kann Personen in 15 Meter Tiefe aufspüren. Die Mitglieder des Bundesverbandes für Rettungshunde Deutschland, wo auch Dogswork Lindau/Thal angeschlossen ist, arbeitet eng mit den Blaulicht Organisationen zusammen, erläutert Hundeführer Erik Jahn.

 

Nach den theoretischen Erläuterungen folgen praktische Demonstrationen und Einsätze zu allen Themen, die zur Feuerwehrarbeit gehörten. Es mussten Brände gelöscht werden. Ein Hochwasserereignis war ebenfalls ein Übungsthema, wo es galt als Einsatzleiter die richtigen Massnahmen zu treffen. Die Kaderleute können nun das Gelernte in ihren Wehren in die Praxis umsetzen, sagte Walter Seglias.

Hunde spüren Menschen auf

Im St.Galler Tagblatt zu finden von Valèrie Hug - 24.Juni 2013

Hundeführer und Samariter suchen gemeinsam im Wald nach vermissten Personen. (Bild: Valérie Hug)

 

THAL. Im Kreienwald in Thal werden Menschen vermisst. Samariter und Hundeführer machen sich zusammen auf die Suche – zum ersten Mal im Rahmen einer gemeinsamen Einsatzübung. VALÉRIE HUG

 

Am Montag um 17.30 Uhr ruft Frau Meier vom Gehörlosendorf in Turbenthal bei der kantonalen Notrufzentrale in St. Gallen an. Sie meldet, dass die Betreuerin Patrizia Dick mit Personen mit Hörbehinderungen im Gebiet Kreienwald in Thal auf einer Wanderung sind. Beim Überqueren einer Weide ist die Gruppe von einer Mutterkuh angegriffen worden. Jeglicher Kontaktversuch blieb erfolglos. Das die Vorgabe der ersten Einsatzübung des Samaritervereins Altenrhein-Staad und Thal in Zusammenarbeit mit dem Team Dogswork aus Thal.

 

Nerventest für den Einsatzleiter

Weiter heisst es, dass die Betreuerin Patrizia Dick vermisst wird. Wie viele Personen mit Hörbehinderungen zusätzlich vermisst werden, muss noch abgeklärt werden. Von der Notrufzentrale wird nun das Team Dogswork aufgeboten. Es übernimmt die Einsatzleitung und organisiert die Personensuche. Unterstützt wird es dabei vom Samariterverein, der für die Erste Hilfe zuständig ist. Staffelleiter Urs Krauer vom Team Dogswork erklärt, dass der Einsatzleiter immer der erste vor Ort sei. «Es ist dessen Aufgabe, das Waldgebiet in Sektoren aufzuteilen.» Das Gebiet Kreienwald wird in fünf Sektoren eingeteilt. Jeder Sektor wird von einem Einsatzteam, bestehend aus einem Samariter und einem Hundeführer, abgesucht.

 

Auf die Plätze, fertig, such!

So schnell wie möglich wird mit der Personensuche begonnen. Entlang der Wege werden die Hunde in die verschiedenen Waldstücke geschickt, um die verletzten Menschen aufzuspüren. Da man den Wald aber auf nur wenigen Wegen durchqueren kann, müssen auch die Hundeführer den Waldweg verlassen und tief in den Wald hineingehen. Das Wichtigste sei dabei, dass die Hundeführer ihre Hunde «lesen» könnten, sagt Hundeführerin Petra Kaufmann: «Wenn mein Hund Tyson die Ohren ein wenig anlegt und die Nase gegen den Boden oder in den Himmel streckt, dann weiss ich, dass er etwas riecht.»

 

Tyson, ein Hund der Rasse American Staffordshire Terrier, ist an diesem Abend bereits erfolgreich gewesen. Er habe ziemlich schnell eine verletzte Person im Wald aufgespürt. Die gefundenen Personen werden so schnell wie möglich zur Kommandozentrale gebracht, wo sich der Sammelplatz und das Verwundetennest des Samaritervereins befinden. Dort leisten die Samariter Erste Hilfe und betreuen die teils verletzten Personen.

 

Realitätsnaher geht es nicht

Eine Übung im Gelände von solcher Grösse gebe es das erste Mal, sagt Thomas Richner vom Samariterverein. «Ziel ist es, dass die Samariter ihr Können auch in ausserordentlichen Situationen üben können.» Solche speziellen Übungseinsätze seien eher die Ausnahme. Diese Idee habe das Team Dogswork gehabt, aufgegleist habe das Ganze aber der Samariterverein. «Mit dieser Übung wollen wir testen, ob eine Zusammenarbeit mit einem neuen Partner möglich und erfolgreich ist», sagt Richner.

 

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